"to be a teacher is to be forever an optimist"

...vom Lehren und Lernen im 21.Jahrhundert

Auf diesen Seiten dreht sich alles um das Thema Bildung, Fortbildung, Ausbildung und Weiterbildung an Schulen in einer digitalisierten Welt. Lassen Sie uns die Schule der Zukunft gestalten und uns über zeitgemäßes Lehren und Lernen austauschen. Für die Zukunft unserer Kinder!

 

Informationen zu Vorträgen und Workshops finden Sie unter der Rubrik FORTBILDUNG.


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Inklusion exklusiv oder was mir zu Vielfalt einfällt

Inklusion im schulischen Kontext meint einen pädagogischen Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung und Anerkennung von Diversität in Bildung und Erziehung ist. Es geht um Bildung und Teilhabe für alle, um Bildungerechtigkeit  - um ein Menschenrecht. "Das Ziel von Inklusion ist, dass alle Menschen frei und gleich und auf der Grundlage der Menschenwürde und der eigenen Selbstbestimmung miteinander ihr Leben gestalten können." (Quelle: Institut für Menschenrechte).

 

Selbstverständlich ist Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Vielfalt als Schlüssel und Herausforderung für Demokratie und Politik. Selbstverständlich ist echte Inklusion nicht von heute auf morgen zu realisieren. Die Denke (aka Mindest) der Menschen wird sich erst in 1-2 Generationen verändern. Aber schon heute erlebe ich z.B. Grundschulkinder, die wie selbstverständlich mit den Chancen und Herausforderungen eines hochheterogenen Settings (aka Vielfalt) innerhalb ihrer Lerngemeinschaften (von mir aus nennen wir sie Klassen) umgehen. Es ist also eine Art gelebter Buttom-Up Prozess im Kleinen, der sich nach und nach im gesamten Bildungssystem (Schulsystem) etablieren soll. "Ein solches Bildungssystem stellt die gemeinsame Beschulung aller Kinder und Jugendlichen sicher und gewährt jedem Individuum die bestmögliche Förderung und Ausschöpfung seiner Potenziale" (Ilka Brenner 2017).

 

In der Praxis waren die letzten Jahre für die Schulen, die das Menschenrecht und die UN-Konvention umsetzen, turbulent. Neben den vermeintlich einfach umsetzbaren baulichen Maßnahmen ('nur' Geld), geht es darum, echte Inklusion auf Sparflamme zu fahren. Zu wenig Stunden für Sonderpädagog*innen an Regelschulen, mangelnde Fort- und Weiterbildung und viel zu niedrig angesetzte Stundenschlüssel sorgen dafür, dass Inklusion von wenigen Menschen geschultert wird. Sie gelingt dort, wo es kreative Gestalter*innen gibt, die das System für sich umschreiben und Grauzonen ausnutzen. Die jüngst mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnete Otfried-Preußler-Schule wurde u.a. auch für ihr inklusives  Konzept ausgezeichnet. Merkmal ist das kreative Pool-Stunden-Modell für Schulbegleiter*innen, welches eine gute Betreuungssituation bieten soll. Paradox: Schon wenige Tage nach der Preisverleihung will die Stadt Hannover genau dieses Lösungsmodell aufkündigen (Quelle).

 

Doch all die genannten Widrigkeiten (und es sind garantiert noch mehr) sind im Grund nur die Folge eines systematischen Denkfehlers. Diesen haben wir in Deutschland exklusiv.

 

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