"to be a teacher is to be forever an optimist"

...vom Lehren und Lernen im 21.Jahrhundert

Auf diesen Seiten dreht sich alles um das Thema Bildung, Fortbildung, Ausbildung und Weiterbildung an Schulen in einer digitalisierten Welt. Lasst uns die Schule der Zukunft gestalten und uns über zeitgemäßes Lehren und Lernen austauschen. Für die Zukunft unserer Kinder! #schuleimwandel

 

NEU

Ab dem Jahr 2021 möchte ich Ihnen eine neue Art der Fortbildung anbieten. Die Corona-Pandemie hat neue Wege eröffnet. Wege jenseits einer zeitgleichen "Beschallung" im Gleichschritt in klassischen Präsenz-Workshops. Ganz im Sinne einer neuen Lernkultur (Schule im Wandel!) biete ich für Lehrerinnen & Lehrer  digitale Selbstlernkurse an. Diese stehen voraussichtlich ab Ende Februar im Netz zur Verfügung.

 

Diese Art der Fortbildung ist deutlich individueller, nachhaltiger und somit effektiver als Einmalveranstaltungen. Größter Vorteil: Jede(r) kann in seinem Tempo lernen und die Kursinhalte sind jederzeit wieder abrufbar. In Kursen mit zahlreichen Lernslides und Tutorials wird der Unterricht mit digitalen Endgeräten Stück für Stück erklärt und einzelne Anwendungen werden genauer unter die Lupe genommen. Um das Gelernte zu vertiefen, könnten dann in der Schule z.B. regelmäßige Austauschzeiten in Form von Mikrofortbildungen angeboten werden. 

 

Melden Sie sich gerne, wenn Interesse an diesem Angebot besteht. Ich merke Sie dann vor und kontaktiere Sie, wenn die Kurse gebucht werden können.

 

Informationen zu Vorträgen und Workshops finden Sie unter der Rubrik FORTBILDUNG.


Mein neuester Blogartikel


Der Stoff ist tot - lang lebe der Stoff!

Das Scheitern des Distanzlernens (unter den Fans auch Homeschooling genannt) ist nur zu einem Teil ein Totalversagen des Dritte-Welt-Digitallandes Deutschland. Keine Ausstattung, keine Infrastruktur, keine Fortbildung. Digitalpakt in Zeitlupe.

 

Es ist ein Versagen der Präsenzschule. Unter dem Brennglas der Pandemie wird uns vor Augen geführt, wie Schule bisher funktioniert: Eine Lehre im Gleichschritt, geprägt von Unterrichtsstoff und Prüfungsdruck. Einzelprüfungen ohne kollaborative, erforschende und Webressourcen-nutzende Anteile. Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was in der heutigen Welt so wichtig ist (Quelle). Fremdbestimmtes Lernen und kaum authentische Lernsituationen im 45-Minuten-Takt sind Sinnbild eines Auslaufmodells. 

 

Der Ruf nach der Rückkehr in eine Schulnormalität (Quelle) ist in Wirklichkeit also ein Aufruf zur Bewahrung des tradierten Systems. Der verpasste Unterrichtsstoff dient als Feigenblatt, so schnell wie möglich in eine Schule vor Corona zurückzukehren. Innovation ja - aber interaktive Whiteboards müssen reichen. Der Rest bleibt bitte wie immer.

 

Dabei ist unser Schulsystem gnadenlos ineffektiv, ungerecht, selektierend und beruht auf der Vorstellung, Lernen sei büffeln und auswendig lernen. Das Gebüffelte muss sich ja schließlich prüfen lassen. 13.000 Schulstunden und ein paar tausende Stunden Hausaufgaben und Nachhilfe erleben Schüler*innen in ihrer Schullaufbahn - und doch bleiben weniger als 5 Prozent des Gelernten hängen (Quelle). Und auf einmal soll durch ein paar Wochen ohne Schule eine Generation für immer abgehängt sein und kann die Wissenslücken nie wieder schließen (Quelle)?

 

Allein das Wort "Unterrichtsstoff" im Kontext von Lernen lässt mich immer wieder erschaudern. Weitere grausame Worte wie Unterrichtsversorgung, Wissensvermittlung, Lehrplan und eben Präsenzunterricht hängen seit Corona mit ihm am Tropf und stehen für eine Vorstellung, die es zu überwinden gilt. 

 

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